Forschen

Besondere Orte, Kleindenkmäler in der Region erforschen und erhalten

Guten Abend Frau Zeller,

vielen Dank für Ihre Mail und nochmals danke für die Gelegenheit, dass ich unser Ehrenamts-Projekt zu den Kleindenkmalen bei Ihnen vorstellen durfte. Gerne greife ich Ihre Anregung auf: Interessenten könnten an einem der drei Termine zu uns ins Landratsamt kommen. Bei einer Gruppe von mehr als 6 Personen würden wir den Termin in zwei Runden splitten.

27.02.2020
03.03.2020

Die Termine liegen jeweils Donnerstags, da wir an diesem Tag auch Nachmittags bis 17:30 Uhr geöffnet haben. Die Postanschrift lautet: Landratsamt Lörrach, Palmstraße 3, 79539 Lörrach. Das Gebäude liegt nahe am Bahnhof; Parkplätze sind wegen mehrerer Baustellen leider rar gesät. Im LRA-Gebäude befindet sich der Leseraum des Kreisarchivs im Foyer im Erdgeschoss, Raum 0.60, hinter der Infothek. Ob Vormittags oder Nachmittags könnten Sie oder die Teilnehmer/innen entscheiden: meine Kollegin Frau Valerius-Mahler und ich richten uns gern nach Ihren Wünschen.

Zum anderen Thema "Presse": im Anhang finden Sie weitere Unterlagen, die ich bereits gestern Frau Schütz von der Badischen Zeitung habe zukommen lassen. Kennen Sie evtl. den Namen der Journalistin aus Enkenstein? Oder können Sie die Mail mit Anhängen bitte direkt weiterleiten? Besten Dank!

Was schließlich die Verlinkung der ausgeteilten Texte betrifft: wegen der verschiedenen "Autorenrechte" wäre es das beste, Sie verlinken einfach auf die Kleindenkmal-Homepage des Landkreises oder die Seite des Landeskleindenkmalprojekts:

www.loerrach-landkreis.de/Kleindenkmale

www.kleindenkmale-bw.de

Den einfachen Erfassungsbogen werden wir dann nächste Woche bei uns als PDF-Download online stellen. Sie können dieses PDF gern auch bei sich bereit stellen (siehe unten Anhang Nr 5; kann ggf. auch als WORD-Datei zur Verfügung gestellt werden).

Viele Grüße

Oliver Uthe
                                                                     Vortrag zum download

Forschungswerkstatt - Zukunft im ländlichen Raum

Termin  Mi 13.05.2020 18.00 bis 21.00 Uhr

Ort Seniorenakademie HW

Gebühr keine

Referent Dr. Karl-Heinz Huber Sozialpädagoge, Pädagoge. Langjährige Erfahrung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und Management in der Altenhilfe

 

Wie kann es gelingen, dass der ländliche Raum auch in Zukunft als attraktiver Lebensraum erfahren wird und erhalten bleibt?

Welche Infrastruktur ist dafür nötig? - Im Hinblick auf Verkehr, Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe, Handel und Tourismus aber auch im Hinblick auf Kultur, Bildung, Gesundheit und das Zusammenleben der Menschen und Generationen.

Wie kann diese Infrastruktur erhalten oder neu geschaffen werden?

Welche Voraussetzungen und Bedingungen müssen dafür erfüllt sein?

Wie können diese nachhaltig gesichert werden?

 

Aus dem großen Spektrum dieser Zukunftsfragen wollen wir uns einzelne Aspekte auswählen und gemeinsam überlegen und entscheiden, mit welchen Methoden wir Antworten darauf finden können und wie diese Antworten dazu beitragen können, den ländlichen Raum lebenswert zu erhalten und zu gestalten.

 

Bei einem ersten Treffen wollen wir uns einen Überblick über die Fragestellungen und Methoden verschaffen und uns darüber verständigen welcher Fragestellung wir uns (als erstes) zuwenden wollen und in welchen Schritten und mit welchen Methoden wir Antworten erarbeiten können.

 

Der legendäre Schatzstein von Todtnauberg
einmaliges montanhistorisches Kulturdenkmal in Europa

Termin Mi 17.06.2020 19.30 Uhr (Vortragsabend)
  Do 18.06.2020 Exkursion 14.00 Uhr Start

Ort Seniorenakademie HW

Gebühr 25,00 €

Leitung Werner Störk, Projekt- und Exkursionsleiter

Der monumentale und sagenumwobene Felsblock liegt als markante Landmarke in einem steilen Hangareal am historischen Roßweg. Seine Stirnseite, welche 15 eingemeißelte Zeichen trägt, erreicht eine Höhe von 4 Metern und zeigt nach Süden. Mit seinen geschätzten 30 Kubikmetern erreicht der Solitär ein Gewicht von rund 80 Tonnen. Der Kreuzfelsen, wie er auch genannt wird, liegt inmitten des alten Silberberg-baurevieres (13. bis 16. Jahrhundert) von Todtnauberg und in der Nähe der histo-rischen Gauchgruben.

Die im Detail vorgestellte aktuelle Lösung der geheimnisvollen Zeichen – eine echte Schatzkarte - lässt ihn nun wieder zu einem wieder beredten Zeugen einer Zeit werden, in welcher der Südschwarzwald – neben dem Harz und Tirol – zu den führenden Berg-bauregionen jener Zeit gehörte, geprägt durch eine lange bergrechtliche Tradition und eine eigene Fach- und Rechtssprache.

Das Landesdenkmalamt hat dieses im gesamten deutschsprachigen Raum einzigartige montanhistorische Kulturdenkmal der Bergvermessungskunst unter Denkmalschutz gestellt.

 

Schanzen im Südschwarzwald – bedeutsame Zeugen extrem unfriedlicher Zeiten

Termin Mi 15.07.2020 19.30 Uhr (Vortragsabend)
  Do//Fr 16./17.07.2020 10.00 bis 17.00 Uhr

Ort Seniorenakademie HW

Gebühr 50,00 € plus ggf. Fahrkostenbeteiligung und 4 € Eintritt Museum
Leitung Werner Störk
, Projekt- und Exkursionsleiter

Vortrag mit 2 kombinierten Exkursionen (mit Bus oder Fahrgemeinschaften)

A: Zeller Blauen – Neuenweg (Wüstmatt, Hau, Eck und Epitaph) und Schönenbuchen (ganztägig mit Mittagessen) am 16. Juli 2020, 10 – 17 Uhr

B: Gersbach – Schlechtbach und Sonderführung im Städt. Museum Schopfheim

(ganztägig mit Mittagessen) am 17. Juli 2020, 10 – 17 Uhr

 

Schanzen, Erdwerke, Feldwerke oder Erdwehrbauten sind primär militärische Ver-teidigungsanlagen, die zwar auch als Einzelanlage errichtet werden können, mehr-heitlich aber in eine spezielle Befestigungs- oder Festungs-Linie eingebunden werden und strategisch-taktisch nicht als Einzelwerk, sondern in ihrer Gesamtheit als „Linie“ wirken. Diese Linien sicherten vor allem die neuralgischen Passübergänge, Furte, wichtige Wegverbindungen und topographisch tief eingeschnittene Talböden.

Die „Schwarzwaldlinien“ bestehen aus einer linienförmigen Abfolge und Kombination von unterschiedlichen Schanzen, Wach- und Signaltürmen (Chartaques), Wallgräben, Sperrgräben, Palisaden, „Verhau“ und „Verhack“.

Sie sind in ihrer Gesamtheit nur punktuell erforschte Linien, die sich vor allem in Nord-Südrichtung ausdehnten und sich über den gesamten Schwarzwald hinweg erstreckten, um die Bewegungsfreiheit französischer Truppen – gerade auch bei ihren Kontri-butionszügen - wirksam einengen sollten.

Im Süden führte dieses Defensivsystem vom „Roten Haus“ bei Murg über Todtmoos-Au weiter bis auf den Feldberg. Als sog. „Hintere Linie“ wurde sie ab 1692/93 unter Markgraf Ludwig Wilhelm massiv ausgebaut und durch eine „Vordere Linie“ ergänzt. Wobei ab 1702 eine besonders starke Sicherung des Gersbacher und des Neuenweger Raumes erfolgte, der damit den neuen Dreh- und Angelpunkt der „Vorderen“ und „Hinteren Linie“ bildete und primär das habsburgisch-vorderösterreichische Reichsgebiet schützen sollte.

Aktuelle Forschungsergebnisse, Taktik und Strategie der barocken Fortifikation, der reiche Formenschatz der hiesigen Schanzenwelt, ihre multinationale und multifunktio-nale Nutzung, aber auch der zivile Widerstand im lebensgefährlichen Spannungsfeld einer territorialen wie konfessionellen Grenzlage sind Gegenstand dieser Veranstaltungen.

 

Damit Frieden bleibt im ganzen Tal

Termin  Do 04.06.2020 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort Seniorenakademie HW

Gebühr keine

Referent Peter Kiefer – Vorsitzender Seniorenakademie, Heimatkundler

Die Kapelle Maria Frieden in Zell-Mambach wurde 1945 unmittelbar nach Kriegsende von Pfarrer Eugen Thoma initiiert und mit breiter Unterstützung durch die Bevölkerung gebaut. Am 14.Juli 1946 fand die feierliche Einweihung der Kapelle statt. Seit dieser Zeit steht sie hoch über dem Wiesental, als ein Mahnmal gegen Krieg und Verwüstung, als ein Mahnmal für den Frieden.

Aus Anlass des 75.-jährigen Bestehens im Jahre 2021 ist es geplant, die Hintergründe der Entstehung der Kapelle, sowie deren Realisierung zu dokumentieren, um diese Dokumentation dann der Bevölkerung zugänglich zu machen.

Hierzu soll dieser Workshop dienen, wozu alle eingeladen sind, die sich an diesem Projekt beteiligen möchten.

 

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Partner des Biosphärengebiet Schwarzwald